Latein

Der Unterricht im Fach Latein endet für die meisten Schülerinnen und Schüler mit dem Erwerb des Latinums – für Lernende mit Latein als 2. Fremdsprache nach der Einführungsphase, für Lernende mit Latein als 3. Fremdsprache nach der Qualifikationsphase. Bayrische Schülerinnen und Schüler müssen Latein als 2. Fremdsprache fortführen, es sei denn, sie beginnen eine neue Fremdsprache mit allen Konsequenzen in der Belegungs- und Einbringpflicht.

In der Oberstufe wird lateinische Literatur verschiedener Autoren übersetzt, analysiert und interpretiert. Dabei ist das Übersetzen nur ein Weg, sich mit den Texten auseinanderzusetzen.

In der Einführungsphase erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die römische Geschichte und antike Mythen. In der Qualifikationsphase lernen die Schüler und Schülerinnen die Grundlagen antiker Philosophie, antike Rhetorik im Vergleich mit heutiger Rhetorikschulung, die neue Staatsform des Kaisertums und politische Propaganda sowie Verbindungen zwischen dem antiken Rom und dem modernen Europa kennen.

Ziel dieser Lektüre ist es einerseits, die Lernenden mit den Grundlagen unserer Kultur vertraut zu machen und andererseits sie zu einem kritischen Umgang mit Sprache allgemein zu befähigen.

Die Kompetenzen, die für das Übersetzen notwendig sind, fördern das genaue Lesen, die genaue Sprachbetrachtung des Wortes, Satzes oder ganzen Textes einerseits und eine variantenreiche, genaue Beherrschung der Muttersprache andererseits.

Diese Kompetenzen sind für jeden Umgang mit (nicht nur gedruckten) Texten förderlich, sie machen sprachliche Mechanismen und Wirkungsweisen bewusst und sie befähigen die Lernenden dazu, ihre Ausdrucksfähigkeit in der Muttersprache zu verbessern.