katholische Religion

Das grundlegende Ziel des katholischen Religionsunterrichts ist es, zu verantwortlichem Denken und Verhalten im Hinblick auf Religion und Glauben zu befähigen, um so den Lernenden Antwortmöglichkeiten auf existentielle Fragen zu eröffnen. Antworten auf diese kann der religiös und weltanschaulich neutrale Staat nicht selbst geben. Deshalb kooperiert er mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften, die für Ziele und Bildungsgehalte des Religionsunterrichts verantwortlich sind. Der durch das Grundgesetz und die Verfassung des Landes Hessen garantierte Religionsunterricht ist demnach ein konfessionell gebundener Religionsunterricht.

Der katholische Religionsunterricht in der gymnasialen Oberstufe befähigt die Lernenden zu verantwortlichem Denken und Verhalten im Hinblick auf Religion und Glaube. Zu diesem Ziel greifen die beschriebenen Kompetenzen und Bildungsstandards sowie die Themen der Kurshalbjahre ineinander.

Der katholische Religionsunterricht richtet sich in den einzelnen Kurshalbjahren an folgenden inhaltlichen Schwerpunkten aus:

– Religion und Glaube in der pluralen Welt und der Mensch als Subjekt der Religion

– Die Bibel als Gotteswort im Menschenwort und die Frage nach Anfang und Ende von allem

– Die an die Person Jesus Christus geknüpfte Hoffnung und ihre theologische Deutung

– Der Gott Jesu Christi und das Gespräch unter den monotheistischen Religionen

– Die Frage nach Gut und Böse und die Geschichte philosophischer und biblischer Ethik

– Die Kirche als Gemeinschaft der vergegenwärtigenden Erinnerung an den Mensch gewordenen Gott und als Institution

 

Für den katholischen Religionsunterricht ist die Perspektivenübernahme zentrales didaktisches Prinzip. Von wesentlicher Bedeutung sind:

– Die Perspektive von Theologie und Kirche

– Die biographisch-lebensweltliche Perspektive der Lernenden

– Die Perspektive der anderen Religionen und Weltanschauungen

– Die Perspektive der anderen Wissenschaften

– Die Perspektive von Kunst, Kultur und Medien