Fächer & Kerncurricula

Allgemeine Informationen zu den einzelnen Fächern der Bachgauschule erhalten Sie, wenn Sie jeweils auf die untenstehenden Fächer klicken.

Genauere Informationen zu den Inhalten erhalten Sie in den entsprechenden ⇒ Kercurricula.

Biologie ist in der Einführungsphase verpflichtend und wird, um eine gute und einheitliche Grundlage für die Arbeit in der Qualifikationsphase zu schaffen, mit drei Stunden pro Woche unterrichtet.
So ist es möglich, das Jahresthema Zellbiologie in der Einführungsphase mit einem hohen praktischen Anteil (Versuche, Mikroskopieren, etc.) anschaulich zu gestalten.

Unsere Schülerinnen und Schüler wählen sehr häufig das Fach Biologie: in der Qualifikationsphase muss eine Naturwissenschaft durchgängig belegt werden.
So erfreuen sich Grund- und Leistungskurse in Biologie großer Beliebtheit. Diese werden drei bzw. fünf Stunden pro Woche unterrichtet.

Im Verlauf der Qualifikationsphasen werden Inhalte der Genetik, Ökologie und Stoffwechselphysiologie, Neurobiologie und Verhaltensbiologie sowie der Evolution behandelt. Dabei wird häufig auf die neuesten biologischen Erkenntnisse eingegangen und – wenn möglich – werden Beispiele am Menschen besprochen. Hierzu gehören Inhalte wie Erbkrankheiten, Krebserkrankungen und Stammzellen, ebenso wie die Frage nach der Entstehung von Aggressionen.
Die einzelnen Inhalte sind einerseits thematisch klar voneinander abgegrenzt und (theoretisch) unabhängig, jedoch werden auch immer wieder Vernetzungen, Parallelen und Abhängigkeiten aufgezeigt.

Der Unterricht findet in verschiedenen Formen wie z.B. Gruppen- und Partnerarbeiten, Referaten sowie Experimenten statt.
Exkursionen (z.B. das bioversum Kranichstein in Darmstadt oder der Besuch eines gentechnischen Labors in Heidelberg) ergänzen das in der Schule erfahrene theoretische Wissen.

Die im Unterricht erworbenen Kompetenzen (z.B. Analyse von Texte und Grafiken) sind nicht nur auf etliche andere Fächer übertragbar, sondern auch im späteren Leben von Nutzen.

Den Schülerinnen und Schülern soll jenseits der bloßen Fakten Verständnis für biologische Vorgänge und die Natur vermittelt werden, sodass sie ein Gespür für die Verantwortung gegenüber sich selbst und ihrer Umwelt, Problembewusstsein sowie Strategien zur Problemlösung entwickeln.

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Das Fach Deutsch besitzt– wie sonst nur das Fach Mathematik – in der gymnasialen Oberstufe einen besonderen Status:
Es ist nicht nur verbindliches Abiturfach, sondern es wird auch besonders zeitintensiv unterrichtet (3 Wochenstunden in der Einführungsphase, 4 Wochenstunden in den Grundkursen der Qualifikationsphase).
Der Schwerpunkt der Arbeit in der Oberstufe liegt eindeutig auf dem Umgang mit Texten, vor allem mit der deutschen Literatur der letzten 200 Jahre.
Ab der Qualifikationsphase ist genau vorgeschrieben, welche Werke gelesen und besprochen werden müssen; die Liste wird jedes Jahr ein wenig verändert. Bislang immer dabei war Goethes „Faust“; feste Größen sind Werke von Kleist, Büchner, Fontane und Kafka. Die Literatur der Gegenwart gerät ab Q3 in das Blickfeld.
Weitere Gegenstände des Deutschunterrichtes sind die Geschichte der deutschen Sprache, Theorien über Sprache, Kommunikation und Argumentation, die Analyse von Reden u.a.m.
Vielgestaltig sind auch die Methoden, die im Deutschunterricht Verwendung finden: Von der Textinterpretation über die szenische Darstellung bis zum kreativen Erstellen eigener literarischer Texte.
Die Ziele des Deutschunterrichtes sind vielfältig. Da die Schülerinnen und Schüler, egal was sie nach dem Abitur vorhaben, sich auf jeden Fall mündlich und schriftlich werden ausdrücken müssen, ist ein gewisses Training ihres Ausdrucksvermögens und Sprachgefühls ein zentrales Anliegen; auch der Erwerb von literarischem Grundwissen im Sinne einer Erweiterung der Allgemeinbildung ist sicher von Bedeutung.
Darüber hinaus bleibt es aber das Bestreben jeder Deutschlehrerin und jedes Deutschlehrers, den Schülerinnen und Schüler ein Interesse an (anspruchsvollerer) Literatur zu vermitteln, das auch nach dem Abitur anhält.

In unserer globalisierten Welt ist Englisch als führende Verkehrssprache in Tourismus, Wirtschaft und Forschung von zentraler Bedeutung. Dies ist sicher einer der Gründe, warum die meisten der Schülerinnen und Schüler der Bachgauschule das Fach Englisch bis zum Abitur belegen.

In der Einführungsphase geht es, neben thematischen Aspekten,  insbesondere um das  Verstehen und Erstellen anspruchsvollerer Texte (z.B. Zusammenfassungen und Stellungnahmen). Außer Sachtexten lesen die Schülerinnen und Schüler u.a. Kurzgeschichten sowie einen Roman.
Neben der Heranführung an die Methoden der Literaturanalyse wird auch der kreative Umgang mit Texten geübt. Der Regelunterricht wird durch eine Kompensationsstunde ergänzt, in der gezielt und individualisiert die grammatischen Grundkenntnisse vertieft sowie die einzelnen Skills (Listening & Speaking, Reading & Writing) gefördert werden.

In der Qualifikationsphase liegt der landeskundliche Schwerpunkt bei den USA (Q1) und Großbritannien (Q2) sowie einem weiteren anglophonen Land (Q3), das jedes Jahr vom Hessischen Kultusministerium vorgegeben wird (z.B. Süd-Afrika). Ein thematischer Schwerpunkt ist das Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 gibt es für die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse in Hessen abiturrelevante Pflichtlektüren (derzeit Shakespeares Tragödie Othello, der sozialkritische Roman Tortilla Curtain von T.C. Boyle sowie die  Antikriegssatire Slaughterhouse V von Kurt Vonnegut).

Zu den Zielen eines modernen Fremdsprachenunterrichts gehört, neben der Verbesserung des schriftlichen Ausdrucks, insbesondere auch die Förderung kommunikativer Fähigkeiten, die u.a. durch das Vortragen von Schülerpräsentationen und Diskussionen in der Zielsprache trainiert werden.  Darüber hinaus wird in den Leistungskursen hessenweit eine Kommunikationsprüfung durchgeführt, bei der die Schülerinnen und Schüler ihre mündlichen Fertigkeiten unter Beweis stellen.
Nicht zuletzt ist es unser Bestreben, die interkulturelle Kompetenz und Toleranz der Lernenden zu fördern, damit sie sich sicher und selbstbewusst auf internationalem Parkett bewegen können.

Erdkunde ist kein Fach wie jedes andere, weil es in der Oberstufe hessischer Schulen nur als Wahlfach angeboten wird. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler das Fach freiwillig belegen müssen.

An der Bachgauschule hat Erdkunde eine langjährige Tradition und wird, im Gegensatz zu vielen anderen Oberstufen, durchgehend angeboten.
In der Einführungsphase kann Erdkunde als Profilfach gewählt werden. Dies ist die Voraussetzung für den Besuch von Grundkursen in der Qualifikationsphase, die in der Regel zweistündig unterrichtet werden.

Erdkunde ist ein Fach wie jedes andere. Wie in allen anderen Fächern auch werden Leistungsnachweise erbracht, und zwar in Form von Klausuren, Präsentationen und Hausarbeiten.
Bei Schülerinnen und Schülern, die Erdkunde in allen drei Oberstufen-Jahren belegt haben, ist Erdkunde ein beliebtes Prüfungsfach im Abitur. Bezogen auf die Anrechnung der Noten für das Abiturzeugnis und die Abiturprüfungen wird Erdkunde wie jedes andere Fach behandelt.

Warum Erdkunde wählen?

Die Erde unterliegt ständigen Veränderungen, die naturbedingt sein können oder durch den Menschen beeinflusst werden.
Ziel des Faches Erdkunde ist es, die Zusammenhänge zwischen natürlichen Gegebenheiten und Aktivitäten des Menschen aufzuzeigen.
Dabei werden verschiedene Räume untersucht. Wir bewegen uns in der Oberstufe von Babenhausen als Beispiel einer mittelalterlichen Stadtgründung bis hin zu den wirtschaftlich aufstrebenden Staaten in Ostasien. Die angesprochenen Themen sind vielfältig.
Wann immer es möglich ist, werden dabei aktuelle Themen aufgegriffen.
Zum Erdkunde-Unterricht gehört auch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und die Teilnahme an Erdkunde-Wettbewerben.

Ziel des Faches ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit unserem Planeten zu bewegen und Verständnis für die Andersartigkeit von Lebensformen verschiedener Räume zu entwickeln.

Das Fach Ethik wendet sich an Schülerinnen und Schüler, die den konfessionellen Religionsunterricht nicht besuchen. Eines der beiden Fächer ist in der gesamten gymnasialen Oberstufe zu belegen. Die Schülerinnen und Schüler können zwar von Religion zu Ethik (oder umgekehrt) wechseln, sollten sie allerdings eines dieser Fächer als Prüfungsfach in Betracht ziehen, müssen sie dieses Fach bereits in der E-Phase besucht haben.
Im Rahmen von 2 (Einführungsphase) bzw. 3 Wochenstunden (Qualifikationsphase) möchte der Ethikunterricht den Lernenden einen Zugang zu ethischen, philosophischen und religionskundlichen Ansichten vermitteln. Das Fach möchte außerdem dazu beitragen, Verständnis für unterschiedliche Wertvorstellungen zu schaffen und damit Schülerinnen und Schülern Orientierung zu geben für verantwortliches Urteilen und Handeln in ihrem eigenen, privaten und öffentlichen Leben.
Schwerpunkt des Unterrichts ist somit die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Denkweisen und Sachthemen. Während in den ersten beiden Jahren das verantwortliche Handeln zunächst unter den Aspekten menschlicher Glücksvorstellungen bzw. religiöser Ansichten beleuchtet wird, beschäftigt sich der Unterricht in der Qualifikationsphase mit anderen Blickwinkeln:
• Welche Voraussetzungen für verantwortliches Handeln bietet der Mensch an sich ?
• Welche Bedeutung haben Vernunft und Gewissen bei unseren Entscheidungen ?
• Welche Rolle spielen rechtliche Vorgaben und Gerechtigkeitsprinzipien ?
• Welchen zukünftigen (z.B. medizin.) Herausforderungen müssen wir uns stellen ?
Die Inhalte werden z. T. über Diskussionen, Rollenspiele etc., vor allem aber über sämtliche Formen der Textarbeit erschlossen. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler auch die variantenreiche Ausdrucksweise von Philosophen wie Aristoteles, Platon, Kant u.v.a. kennen.

Evangelische Religion wird in der Einführungsphase 2-stündig und in der Qualifikationsphase 3-stündig unterrichtet. Als verbindliches Unterrichtsfach des Fachbereiches II ist Evangelische Religion ein gern gewähltes Prüfungsfach im Abitur (Voraussetzung: durchgängige Belegung von E1 bis Q4).

In der Einführungsphase werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit in der Qualifikationsphase gelegt. Mit den Themen „Religion erfahren“ und „Heilige Schrift verstehen“ lernen die Schülerinnen und Schüler die Phänomene von Religion erkennen und deuten sowie die Bibel als Grundlage des christlichen Glaubens zu verstehen. Einblicke in den Buddhismus und in den Islam helfen, Vergleiche zu ziehen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Das Ziel des evangelischen Religionsunterrichts in der Qualifikationsphase ist, den Schülerinnen und Schülern ein vertieftes Wissen über die Grundlagen des Christentums zu vermitteln. Dazu dienen die Themen „Jesus Christus nachfolgen“ (Q1), „Als Mensch handeln“ (Q2), „Nach Gott fragen“ (Q3) und „Als Christ leben“ (Q4).
Fragen wie
„Wer war Jesus Christus?“,
„Kann man Gott beweisen?“,
„Wie kann ich nach christlichen Maßstäben leben?“ und
„Warum lässt Gott das Leid in der Welt zu?“ etc.
stehen im Zentrum des Unterrichts.

Neben der reinen Wissensvermittlung sind die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, zu den jeweiligen Themen eine eigene Position zu entwickeln, kritisch nachzufragen und Vergleiche zu ihrer Lebenswelt herzustellen. Dies wird immer dann besonders in den Vordergrund gerückt, wenn es um Grundfragen des Lebens (Leid, Tod, richtiges Handeln etc.) geht.

Die Teilnahme am Religionsunterricht setzt keine Kirchenzugehörigkeit voraus.

Bonjour à tous!

Das Fach Französisch freut sich über seine wachsende Popularität an der Bachgauschule.
Seit dem Schuljahr 2013/2014 gibt es zusätzlich zu einem Grundkurs wieder einen Leistungskurs in dieser romanischen Sprache.
Sowohl in der Einführungsphase als auch im Grundkurs der Qualifikationsphase wird Französisch dreistündig unterrichtet, der Leistungskursunterricht findet hingegen fünfstündig statt.
Neben diesem Angebot für fortgeschrittene Lerner, die bereits Französischkenntnisse besitzen, bietet die Bachgauschule jedes Schuljahr einen vierstündigen Anfängerkurs für Schülerinnen und Schüler an, die noch nicht mit einer zweiten Fremdsprache in Kontakt gekommen sind. In diesem Fall muss Französisch bis zum Abitur belegt werden. Fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler können je nach Voraussetzung Französisch nach der Einführungsphase bzw. nach einem Jahr in der Qualifikationsphase abwählen.
Im Anfängerbereich setzen sich die Lerner kontinuierlich mit grundlegenden grammatischen Phänomenen auseinander, die in authentische Alltagssituationen eingebettet sind.
Die Fortgeschrittenenkurse beschäftigen sich neben schülerattraktiven Themen wie „Europa des 21. Jahrhunderts“ auch  mit aktuellen Gesellschaftsaspekten oder der kulturellen Vielfalt Frankreichs. Darüber hinaus werden beispielsweise literarische Sachtexte, Gedichte, Lektüren und auch Filme im Unterricht der Qualifikationsphase behandelt. Des Weiteren nehmen die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase 1 an einem französischen Literaturprojekt teil, für das im Unterricht ausgewählte französische Jugendromane gelesen und behandelt werden, bevor der Sieger gekürt wird.
Über den regulären Unterricht hinaus bietet die Bachgauschule jedes Schuljahr eine Vorbereitungs-AG für das staatlich anerkannte Sprachdiplom DELF an.
Zusätzlich haben interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit an außerschulischen Aktivitäten teilzunehmen. Hierzu gehörten in den letzten Jahren bspw. ein Nachmittag mit einem Dolmetscher, der Kinobesuch französischsprachiger Filme oder auch die regelmäßig stattfindende Exkursion nach Straßburg.

Merci et au revoir!

„Geschichte“ ist eines der Fächer, die die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Oberstufe belegen müssen. Es ist auch ein beliebtes Fach im mündlichen oder schriftlichen Abitur. Im Anschluss an die Einführungsphase (2 Wochenstunden) wird Geschichte in den Grundkursen der Qualifikationsphase in 3 Wochenstunden unterrichtet.

Im Mittelpunkt des Geschichtsunterrichts steht die deutsche Geschichte der letzten 200 Jahre; ein besonderes Gewicht liegt natürlich auf den Entwicklungen des 20. Jahrhunderts, die während der letzten drei Halbjahre behandelt werden.
Methodisch liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit historischen Quellen verschiedenster Gattungen, vor allem mit Texten, jedoch auch Karikaturen, Gemälden, Fotos, Zeitzeugenberichten. Exkursionen und Projekte dienen der Ergänzung und Veranschaulichung des obligatorischen Unterrichts. 
Die hierbei erworbenen Kompetenzen sind nicht nur auf etliche andere Fächer übertragbar, sondern auch im späteren Leben von Nutzen.
Ziel des Geschichtsunterrichts ist es darüber hinaus, den Schülerinnen und Schülern ein Problembewusstsein jenseits der bloßen Fakten zu vermitteln:
Wie kommen historische Ereignisse überhaupt zustande?
Wie frei sind die „großen“ geschichtlichen Persönlichkeiten tatsächlich in ihren Entscheidungen?
Welche Rolle spielen gesellschaftliche Strukturen, Denkweisen, Zwänge?
Gibt es überhaupt so etwas wie geschichtlichen „Fortschritt“?

Das Fach Informatik wird in der Einführungsphase mit zwei Wochenstunden und in der Qualifikationsphase mit drei Wochenstunden unterrichtet. Es kann in der Qualifikationsphase als zweite Naturwissenschaft belegt werden.

Die in diesem Fach vermittelten Kenntnisse sind in vielen Berufsfeldern wichtig – selbst im Handwerk kann auf computergestützte Technologien nicht mehr verzichtet werden. Im Oberstufenunterricht steht allerdings nicht die Nutzung von Computern im Zentrum sondern das Verständnis: Wie funktioniert ein Rechner? Welche Probleme können von Automaten „gelöst“ werden? Worin bestehen die Grenzen und die Risiken der maschinellen Informationsverarbeitung?

Im praktischen Teil des Unterrichts geht es darum, mit Programmiersprachen (vor allem Java) und Datenbanken konkrete Problemstellungen zu lösen. Bei größeren Projekten wird dabei die Teamarbeit großgeschrieben.

KUNST als Fach widmet sich der „Sprache“ der sichtbaren Dinge – soweit sie sich menschlicher Gestaltung verdanken – und damit den Bedingungen und Einflüssen solchen Gestaltens.

Nicht nur Malerei oder bildhauerische („plastische“) Werke – also „Kunst“ im gewohnten Sinne – sondern auch Bilder aus den Medien, Bauwerke und Gebrauchsgegenstände werden untersucht und zusätzlich wird ein Blick geworfen auf künstlerisches Tun und Handeln in unserer Zeit – für viele wohl eher „ungewohnte“ Kunst.

Wer also Lust verspürt auf das Gestalten sichtbarer Dinge und auf das Ergründen der gestalterischen Gedanken anderer, also von Künstlern, Fotografen, Grafikdesignern, Designern und Architekten, der ist bei KUNST richtig.
In der Einführungsphase wird Kunst 2-stündig, als Grundkurs in der Qualifikationsphase 3-stündig unterrichtet.

Akzeptieren sollte man allerdings, dass zum Bestehen einer Abiturprüfung in diesem Fach auch der Erwerb tieferen Wissens zur Gegenwart und Geschichte der genannten Bereiche gehört und dass diese Kenntnisse durch einen Unterricht vermittelt werden, der sich auf weiten Strecken nicht allzu sehr von anderen „Theoriefächern“ unterscheidet, der also mündliche Mitarbeit verlangt und Klausuren und Hausaufgaben kennt.

Weil aber die Entdeckung der Motive und Wege der Künstler den Wunsch weckt, etwas davon selbst auszuprobieren und eigene Ideen zu verwirklichen, bildet die eigene praktische künstlerische Arbeit – im Unterricht, als Hausaufgabe oder umfangreichere Hausarbeit – immer noch einen Unterschied zu manch anderem Fach, wenn auch nicht immer den eigentlichen Kern.

Ziel des Faches ist es, zur bewussten Wahrnehmung der (von anderen Menschen) gestalteten Dinge zu befähigen und zu helfen, eigene sinnvolle Maßstäbe zu ihrer Beurteilung zu entwickeln. Darüber wächst hoffentlich die Freude an der Kunst – und damit die Lust auf mehr davon, „draußen“, außerhalb der Schule und jenseits der Schulzeit

Der Unterricht im Fach Latein endet für die meisten Schülerinnen und Schüler mit dem Erwerb des Latinums – für Lernende mit Latein als 2. Fremdsprache nach der Einführungs-phase, für Lernende mit Latein als 3. Fremdsprache nach der Qualifikationsphase.
Aus diesem Grund wird Latein in der Qualifikationsphase jahrgangsübergreifend unterrichtet, und zwar mit 3 Wochenstunden wie auch in der Einführungsphase.

In der Oberstufe wird lateinische Literatur verschiedener Autoren übersetzt, analysiert und interpretiert.
Eine Rede Ciceros und die Metamorphosen Ovids – eine Sammlung antiker Mythen – sind Unterrichtsstoff in der Einführungsphase. In der Qualifikationsphase lernen die Schüler und Schülerinnen die Grundlagen antiker Philosophie, antike Rhetorik im Vergleich mit modernen Rhetorikratgebern, die neue Staatsform des Kaisertums und politische Propaganda sowie verschiedene Gedichte und ihre Wirkungsgeschichte kennen.

Ziel dieser Lektüre ist es einerseits, die Lernenden mit den Grundlagen unserer Kultur vertraut zu machen und sie andererseits zu einem kritischen Umgang mit Sprache allgemein zu befähigen. Darüber hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler durch die Übersetzungsarbeit eine differenzierte Ausdrucksweise in der deutschen Sprache.
Auch Schülerinnen und Schüler, die das Latinum nicht erreichen, können sich diese Fähigkeiten aneignen und sie in anderen Fächern bzw. im allgemeinen Umgang mit Texten nutzen.

Dass die Mathematik für unser modernes Leben von ungeheurer Bedeutung ist, dürfte sich allmählich herumgesprochen haben.
Schon vor über hundert Jahren schrieb der Dichter Robert Musil, selbst ein großer Mathematiker:

„Man kann sagen, dass wir praktisch völlig von den Ergebnissen dieser Wissenschaft leben. Wir backen unser Brot, bauen unsere Häuser und treiben unsere Fuhrwerke durch sie. Mit Ausnahme der paar von Hand gefertigten Möbel, Kleider, Schuhe und der Kinder erhalten wir alles unter Einschaltung mathematischer Berechnungen.“

Deshalb ist es kein Wunder, dass das Fach Mathematik in den letzten drei Schuljahren einen ganz besonderen Rang einnimmt:

• Es ist für die gesamte Oberstufe verpflichtend.
• Es ist auf jeden Fall Abiturfach (schriftlich oder mündlich).
• Es wird in der Qualifikationsphase auch in den Grundkursen 4stündig unterrichtet (der Leistungskurs ist wie üblich 5-stündig).

Diese Regelungen gelten für alle hessischen Oberstufen. Da Mathematik aber nicht nur als ein wichtiges, sondern auch als ein recht anspruchsvolles Fach gilt, hält die Bachgauschule folgende ergänzende Angebote bereit:

• In der Einführungsphase wird das Fach Mathematik als einziges Fach 5-stündig unterrichtet; d. h. es erhält eine der Kompensationsstunden.
Dies ermöglicht einen besseren Übergang von der Mittel- zur Oberstufe.
• Für alle Schülerinnen und Schüler, die weitere Unterstützung benötigen, werden Förderkurse angeboten, in denen der Unterrichtsstoff aufgearbeitet und vertieft wird.

Mathematikunterricht will ein Verständnis entwickeln für die Welt, in der wir leben und vorbereiten auf zahlreiche Berufe oder Studiengänge, nicht nur auf das Studium des Faches selbst.
Deshalb sieht der Lehrplan folgende Bereiche vor: Analysis (E1/2), Integralrechnung (Q1), Lineare Algebra (Q2/Q4) und Stochastik (Q3).

Nicht nur der behandelte Stoff ist wichtig, auch der Umgang mit ihm:
Schülerinnen und Schüler lernen zunehmend eigenverantwortlich zu arbeiten, systematisch an Alltagsprobleme heranzugehen, sich mit Fehlern produktiv auseinanderzusetzen.

In der gymnasialen Oberstufe besteht die Möglichkeit, zwischen den Fächern Musik und Kunst zu wählen. Ein späterer Wechsel ist prinzipiell möglich, sollte aber spätestens zum Ende der Einführungsphase erfolgen.
Das Beherrschen eines Musikinstruments ist für die erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht nicht notwendig!
In der Einführungsphase geht es vorrangig darum, die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten in der Qualifikationsphase zu schaffen. Neben der Sicherung der Kenntnisse in Musiktheorie findet auch eine Einführung in die Methoden der Musikbetrachtung und Musikanalyse statt. Ausgangspunkt ist hier immer der konkrete Wissensstand, den die Schüler aus der Mittelstufe mitbringen.
Die Arbeit in der Qualifikationsphase setzt sichere Kenntnisse der musikalischen Grundlagen aus der Einführungsphase voraus. Geht es zu Beginn der Qualifikationsphase noch um musikalische Formen, so verlagert sich im weiteren Verlauf des Unterrichts der Schwerpunkt zu den Wechselbeziehungen zwischen Musik und den anderen Künsten. Deshalb erhalten beispielsweise auch Malerei und Architektur ihren Platz im Unterricht. Ebenso werden die Einflüsse von Politik und Gesellschaft auf die Musik ausführlich thematisiert.
Die zu behandelten Musikwerke reichen vom 16. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Populäre Musik spielt dagegen nur eine Nebenrolle.

Unser aller Alltag wird weitestgehend durch Technik und insbesondere durch die neuen Kommunikationstechnologien bestimmt. Zudem ist Technologieentwicklung nicht nur eine wesentliche Grundlage unseres Wohlstandes, sondern unser „Exportschlager“ schlechthin – und beruht ganz wesentlich auf physikalischer Forschung!
Mit dem Physikunterricht der gymnasialen Oberstufe sollten uns zwei Dinge gelingen:

  • Die Vermittlung der physikalischen Kenntnisse, die ein Verständnis neuer Technologien und deren Bewertung in einer demokratischen Gesellschaft ermöglichen und
  • die Begeisterung junger Menschen für naturwissenschaftliche und technologische Forschung und eine diesbezügliche Ausbildung.

Dementsprechend gehört Unterricht im Fach Physik in der Einführungsphase mit  2 Wochenstunden verbindlich zum Stundenplan der Schülerinnen und Schüler, die dieses Fach dann in der Qualifikationsphase als Leistungskurs (mit 5 Wochenstunden) wählen oder einen Grundkurs (mit 3 Wochenstunden) belegen können.
In der Einführungsphase sollen die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarstufe I im Teilgebiet Mechanik sowie grundlegende physikalische Verfahren (u.a. Modellierung und Mathematisierung) vertieft und erweitert werden, wobei ein wesentlicher Schwerpunkt in der Kompensation unterschiedlicher Vorkenntnisse gesehen werden muss.
In der Qualifikationsphase führen die Kurse „Elektrische und magnetische Felder“, „Schwingungen und Wellen“ und „Quantenphysik“ ausgehend von den Grundlagen des Elektromagnetismus kontinuierlich in die Physik des 20. Jahrhunderts.
In allen Kursen aber steht das Experiment im Mittelpunkt des Physikunterrichts, wobei neben der sprachlich angemessenen Beschreibung physikalischer Phänomene und Prozesse auch deren mathematische Darstellung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Neben einer umfangreichen Gerätesammlung stehen Fachräume mit einer modernen  IT-Ausstattung zur Verfügung, in denen auch Schülerübungen durchgeführt und  zeitgemäß ausgewertet werden können.
Zudem gibt es zahlreiche schulexterne Lernorte, z.B. das „Saturday Morning Physics“ an der TU in Darmstadt, Schülerpraktika an der „GSI“ und auch Exkursionen zu Kraftwerken, zur „Experimenta“ nach Frankfurt oder ins „Deutsche Museum“ nach München, die sich großer Beliebtheit erfreuen!

Politik und Wirtschaft betrifft jeden Menschen, auch die, die sich (noch) nicht dafür interessieren! Gegenwart und Zukunft der modernen Gesellschaft und das Zusammenleben der Menschen sind durch politische und wirtschaftliche Entscheidungen maßgeblich geprägt. Diese Einsicht will der Unterricht vermitteln.
Der Unterricht greift die Erfahrungen der Lernenden auf, knüpft an vorhandene Kenntnisse, Einstellungen und Orientierungen an und erweitert die Kompetenzen.
Politik und Wirtschaft soll als Grundfach der politischen Bildung dazu beitragen, dass aus den Schülern und Schülerinnen mündige Staatsbürger werden. Das Fach vermittelt das hierfür notwendige Orientierungswissen aus der politischen Wissenschaft, der Soziologie, dem Recht und der Ökonomie.
Neben der Erarbeitung der grundlegenden Kenntnisse mit Hilfe von Texten, Filmen, Schaubildern, Karikaturen u. a. mehr bleibt Raum für Diskussionen und die Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Themen.
Kernbereiche der politischen Bildung sind „Individuum und Gesellschaft“, „Demokratie, Partizipation und Menschenrechte“, „Recht“, „Medien und Informationsverarbeitung“, „Internationale Zusammenarbeit und Friedenssicherung“.
In der Einführungsphase sind Aspekte der Sozialstruktur und des sozioökonomischen Wandels und ökologische Nachhaltigkeit Unterrichtsgegenstände. Die ersten beiden Halbjahre der Qualifikationsphase sind der politischen Willens- und Entscheidungsbildung im demokratischen Staat und Fragen der Wirtschaft und Wirtschaftspolitik gewidmet. In den letzten beiden Halbjahren geht es für die Schülerinnen und Schüler, die sich dafür entscheiden, das Fach fortzuführen, um Globalisierung und internationale Politik.

Der Sportunterricht an der Bachgauschule erfreut sich bei Schülerinnen und Schülern einer hohen Popularität. Jedes Jahr werden zahlreiche Abiturprüfungen im Fach Sport abgelegt.
In der Einführungsphase erhalten die Lernenden einen zweistündigen Sportunterricht pro Woche, der im Klassenverband stattfindet. Inhaltlich wird neben dem Bereich Ausdauer auch großen Wert auf die Sportspiele (Basketball, Volleyball und Fußball) gelegt. Eine Einheit der leichtathletischen Disziplinen als Vorbereitung der Bundesjugendspiele schließt das Schuljahr ab.
In der zum Abitur führenden Qualifikationsphase findet der Sportunterricht dreistündig statt. Die Schülerinnen und Schüler wählen hier ihr eigenes Kursprofil. Dieses enthält je eine Unterrichtseinheit zu Ausdauertraining und Krafttraining. Darüber hinaus werden je nach Kursprofil weitere Spielsportarten wie Fußball, Volleyball, Basketball und Badminton, aber auch Gerätturnen und Leichtathletik angeboten.

Im Grundkurs kann Sport als 4. bzw. 5. Prüfungsfach gewählt werden. In diesem Fall wird sowohl eine sportpraktische, als auch eine theoretische Prüfung verlangt.
Seit dem Schuljahr 2013/2014 bietet die Bachgauschule auch einen Sport-Leistungskurs an, der bei zahlreichen Schülerinnen und Schülern sehr beliebt ist. Der fünfstündige Unterricht setzt sich aus zwei Unterrichtsstunden Theorie und drei Stunden Praxis zusammen. Eine vierstündige Abiturklausur und zwei praktische Sportprüfungen bilden die abschließende Abiturprüfung.

Zweimal in Jahr – direkt vor den Herbst- und Osterferien – findet unser beliebtes Fußballturnier BachgauCup statt und ergänzen das reguläre Sportangebot.